Edmund Retter, Fauna Germanica; Die Käfer des Deutschen Reiches, Bd I, K. Lutz Verlag, Stuttgart, 1908; S. 182-205.

18. Tribus: Licinini.

OKf. an der Spitze stark abgestumpft oder ausgerandet. Clypeus vorne meist asymmetrisch ausgerandet, in der Ausrandung der Basalmembran der OL. sichtbar; K. neben den Augen meist mit 2 Supraorbitalborsten; an den VTr. des ♂ ist Gld. 1 — 3 erweitert u. unten mit bürstenartigemBesatz.
Die Larve von Licinus granulatus wurde von Mulsant u. Mayet u. von Schiödte beschrieben.
Diese Abteilung umfasst nur wenige, ziemlich artenarme Gattungen. Die Arten leben an ziemlich trockenem u. sandigem Terrain unter Steinen; wenige in Wäldern u, auf Hochalpen.
Gattungen:
1"
VR. des Ksch. bis zur Frontallinie tief niedergedrückt, daher sich der obere R. entweder gerade, oder breit u. flach bogig gerundet darstellt; EndGld. der Ts. mehr weniger zugespitzt; die hinteren Tr. matt u. oben in der MLinie fein gekielt; Zwischenräume der Fld. nicht punktiert. Badister Clairv.
1'
VR. des Ksch. in der Mitte halbkreisförmig, ausgerandet; die Frontallinie vom VR. separiert; EndGld. der Ts, mehr weniger abgestutzt, oft beilförmig; die hinteren Tr. nicht gekielt; die Zwischenräume der Streifen auf den Fld. punktiert Licinus Latr.

59. Gattung: Badister Clairv. Dej.

(Amblychus Gyll., Trimorphus Steph.)
Wanderkäfer. 3 Gld. der VTr. beim ♂ erweitert; die Zwischenräume der Streifen auf den Fld. ohne Punktur; meistens schwarze, mittlere u. kleine Käferchen, die auf der OSeite rot gezeichnet sind.
Die Larve von Bad. bipustulatus hat Schiödte beschrieben u. abgebildet. Vergl. T. 26, Fg. 13a.
Die Arten leben an feuchten Orten unter Steinen, Hölzern u. zwischen Graswurzeln.
1"
Rechter OKfr. am oberen InnenR. vor der Spitze mit einer tiefen Ausrandung, der linke OKf. einfach. Körper bunt gezeichnet.
Untergattung: Badister s. str.
2"
Schwarz; Ksch. u. Fld. gelbrot, letztere hinten mit halbmondförmigem, manchmal unterbrochenem schwarzen (irisierenden) Flecken; F. zum Teile u. B. ganz gelb.
3"
K. fast so breit als der Hsch., dieser zur Basis viel mehr verengt als zur Spitze; Sch. u. Episternen der MBr. rotgelb. 7—8 mm. — (B. cephalotes Dej., unipunctatus Duv.) — T. 26, Fg. 12.
— Im ganzen deutschen Gebiete, aber selten

unipustulatus Bon.

3'
K. schmäler als der Hsch.; dieser zur Basis undeutlich mehr verengt als zur Spitze; Sch. u. Episternen der MBr. schwarz: (Stammform), häufig rotgelb : a. lacertosus Strm., die mondförmige schwarze Makel ist manchmal in 2 aufgelöst: a. microcephalus Steph.; oder die vordere Makel ist auf einen kleinen Fleck reduziert: a. binotatus Fisch., oder die ganze hintere Hälfte der Fld. 183 ist bis auf die Naht a. den SR. schwarz: a. suturalis Ste]ph. 4-6 mm.
— In ganz Deutschland, häufig. — T. 26, Fg. 13: a. Larve, b—h Käfer.

bipustulatus F.

2'
Schwarzbraun oder schwarz; der Mund, die Ts., die F. zum grössten Teile die B.; die schmalen R. des Hsch., die schmale Naht u. der SB. sowie eine Schultermakel auf den Fld. gelb; K. deutlich schmäler als der Hsch. (Stammform), oder aber ebenso breit : v. dorsiger Dft. 3,5 — 5,5 mm. — (B. humeralis Bon., scapularis Steph.) — T. 26, Fg. 14.
— Im ganzen Gebiete.

sodalis Dft.

1'
Linker OKf. am InnenR. vor der Spitze mit einer tiefen Ausrandung; der rechte OKf. einfach. Seite braunschwarz, irisierend, ungeflügelt, höchstens die schmalen B. des Hsch. u. der Fld. u. B. gelblich.
Untergattung: Baudia Ragusa.
Hierher nur eine Art von 4,5-6 mm. — (B, coriscus Fisch., erro Newm., macoticusKolen., anomalus Per., dilatatus Chd., nigrescens Letzn.) — T. 27, Fg. 1.
— Im ganzen Gebiete

peltatus Panz.

60. Gattung: Licinus Latr.

Bodenkäfer. Grössere, flache Arten; Hsch. mit abgerundeten HWinkeln; die Zwischenräme der Streifen auf den Fld. punktiert. Sie sind einfarbig schwarz gefärbt.
Auf T. 27, Fg. 2a wird die Larve von Licinus granulatus veranschaulicht.
1"
Hsch. herzförmig, mit kurz abgerundeten HWinkeln; die Seiten vor denselben leicht geschweift, MRinne tief, VR. fein linienförmig gerandet; Fld. mit tiefen Streifen u. gleichmässig flach gewölbten u. nur sehr fein punktulierten Zwischenräumen; OSeite glänzend; VBrSpitze meistens gerandet. UGattung Orescius Bedel.
1'
Hsch. mehr weniger gerundet, nicht herzförmig, mit breit abgerundeten HWinkeln u. sehr feiner MRinne; Fld. mit sehr feinen Streifen, oder nur mit Punktreihen und punktierten flachen u. nur abwechselnd höheren Zwischenräumen; OSeite in der Regel matt schwarz. VBr. gerandet.UGattung Licinus s. str.

Untergattung: Orescius Bedel.
 
Schwarz, in beiden Geschlechtern glänzend. Pterostichus-ähnlich, Augen aus der Wölbung des K. vortretend, HschS. breit aufgebogen, Fld. kurzoval. 10-15 mm. — T. 27, Fg. 5.
Bayern, Elsass, Böhmen, Mähren, in Wäldern an feuchten Stellen unter Steinen.

Hoffmannseggi Panz.

Untergattung: Licinus s. str.
1"
Episternen der HBr. viel länger als vorne breit, nach hinten stark verschmälert; Körper breit. VR. des Hsch. deutlich gerandet; Basal- u. SR. der Fld. gehen an den Schultern im Bogen in einander über; die abwechselnden Zwischenräume sind in der Regel merklich erhabener als die andern.
2"
Die OSeite ist, im Profile gesehen, deutlich aufstehend behaart; Hsch. auch in der Mitte dicht punktiert; schwarz, OSeite matt. 14 — 17 mm. — (L. agricola Oliv., pilosus Fisch.)
— In Elsass u. Westfalen.

silphoides Rossi.

2'
OSeite (ausser den normalen, wenigen Tasthaaren) kahl; Hsch. in der Mitte viel feiner u. spärlicher punktiert, OSeite matt, schwarz. 13 — 18 mm. — (L. silphoides F., punctulatus Fauvel). — T. 27, Fg. 2: a Larve, b—i Käfer.
— Nach Schilsky in Württemberg, im Allergebiet, Kassel, Thüringen

granulatus Dej.

1'
Episternen der HBr. wenig länger als vorn breit u. nach hinten wenig verschmälert. Körper länglich; VR. des Hsch. sehr selten vollständig gerandet; 184BasalR. und SR. der Fld. stossen an den Schultern meistens im Winkel zusammen. Alle Zwischenräume der Fld. gleichartig flach u. gleich punktiert.
3"
Hsch. am VR. fein gerandet, die RLinie in der Mitte oft unterbrochen; Fld. des ♂ glänzend, des ♀ matt, Körper schwarz. 8 — 10 mm. — (L. cossyphoides Dft.) — T. 27, Fg. 3.
— Mittel- u. Süddeutechland, in der Mark, in Währen

depressus Payk.

3'
Hsch. vorne ganz ungerandet; OSeite beim ♂ u. ♀ matt; Körper ziemlich gross, schwarz, parallel. 12 — 17 mm. — T. 27, Fg. 4.
— Mitteldeutschland, Mecklenburg, Böhmen, Mähren

cassideus F.

19. Tribus: Chlaeniini.

St. neben den Augen nur mit einem Borstenpunkt; Bauch und HHü. in einer Ebene liegend; SR. der Fld. vor der Spitze meistens gekreuzt; VTr. des ♂ nur mit 3 erweiterten, viereckigen oder rundlichen Gliedern; OSeite meistens fein anliegend behaart.
Die Larven sind von Chlaenius nigricornis und vestitus bekannt. Die Larve von Ch. vestitus ist auf T. 28, Fg. la. abgebildet.
Die Chlaeniini umfassen wenige Gattungen, aber darunter eine Gattung (Chlaenius), die über die ganze Erde mit zahlreichen Arten vertreten ist.
Sie leben an Flüssen u. Sumpfrändern, unter Geniste u. Steinen.
Ubersicht: Gattungen:
A"
Der 8. Streifen der Fld. neben dem SR,. biegt sich vor der Spitze nach innen in den Nahtwinkel u. wird nach innen kielförmig begrenzt; Körper kahl, oval; Hsch. von der Basis nach vorne verergt; VS. der VSchn. u. HSchl. glatt, ohnePorenpunkte. Zwischenräume flach u. glatt,
Oodina mit einer Gattung
Oodes Bon.
A'
Der 8. Streifen der Fld. neben dem SR. an der Spitze innen bis in den Nahtwinkel nicht kielförmig begrenzt; Hsch. auch zur Basis verengt; Körper meistens fein behaart; die Basalrandung der Fld. reicht bis zum verkürzten Skutellar streifen; Zwischenräume der Streifen meistens punktiert und oft gewölbt.
Chlaeniina.
1"
OSeite der Tr. kahl oder fast kahl oder nur sehr spärlich gelb behaart; Basis der Fld. scharf u. deutlich gerandet. Endglieder der Ts. an der Spitze abgestutzt. F. vom 4. Gld. an fein u, dicht behaart, Gld, 3 häufig mit einzelnen, abstehenden Haaren besetzt. Epipleuren der Fld. vor der Spitze gekreuzt Gattung Chlaenius Bon.
Untergattungen:
2"
Die KfTs. an allen Gld. mit zahlreichen Borstenhaaren besetzt; 3. FGld. lang u. beborstet. Hsch. mit rundlich abgestumpften HWinkeln, davor mit Borstenpuükt; Fld. gefurcht, mit gelbem SR.; EndGld. der Ts. beim ♂ verbreitert u. die VSchl. innen an der Basis eckig verbreitert.

UGattung Epomis *)Nicht in unserer Fauna vertreten. Epomis circumacriptus Dft. kommt schon in Südfrankreich, Dejeani Dej. in Ungarn u. Griechenland vor.Bon.

2'
Die KfTs. kahl.
3"
OSeite kahl, Fld. mit gelbem SR.UGattung Chlaenites Motsch.
3'
OSeite mehr weniger fein behaart.
4"
Der SR. der Fld. stösst mit dem BasalR, an den Schultern im rechteckigen scharfen Winkel zusammen; das Borstenhaar des HschSR. befindet sich weit vor den HWinkeln; Hsch. u. Scheitel des K. einzeln punktiert. 185
5"
Fld. mit gelbem SR., die Zwischenräume dicht u. fein punktiert. B. normal; Schl. ziemlich dick, Trochanteren der HB. gross.
K. schmäler als der Hsch.UGattung Chlaenius s. str.
5'
Körper blau oder grün, schlank, Fld. ohne gelben SR., die Zwischenräume gewölbt, nicht oder nur einzeln stark punktiert; B. lang u. dünn, Schl. dünn, Trochanteren klein;
K. samt den Augen fast so breit als der
herzförmige Hsch.

UGattung Stenochlaenius nov. *)Hierher Chlaenius coeruleus Stev., Lederi Reitt. aus dem Kaukasus u. anchomenoides Reitt. aus Transkaspien.

4'
Der SR. der Fld. ist mit dem BasalR. an den Schultern fast in kontinuierlichem Bogen oder nur angedeutetem, stumpfen Winkel verbunden; das Borstenhaar des Hsch. steht in den HWinkeln oder in der Nähe derselben.
6"
Epipleuren der Fld. dicht punktiert u. fein behaart; Endgld. der Ts. auch beim ♂ nicht verdickt; Klauengld. der HB. von normaler Länge, viel länger als das vorhergehende Gld.
7"
Hsch. fein gerandet, mit feiner MLinie u. jederseits mit länglichem Basal-grübchen; die Dörnchen, die Sehn. u. Tr. gelb. UGattung Chlaeniellus nov.
7'
Hsch. an den Seiten wulstig gerandet, mit 3 Dorsalfurchen, hiervon die seitlichen nach vorne verkürzt; die Dörnchen der Sehn, u, Tr. schwarz.
8"
Alle Zwischenräume der Fld, dicht raspelartig punktiert. UGattung Agostenus Motsch.
8"
Die abwechselnden Zwischenräume der Fld. glatt u. höher gewölbt UGattung Pelasmus Motsch.
6'
Epipleuren der Fld. fast glatt u. kahl; Endgld, der Ts. schwach, beim ♂ deutlicher verbreitert; Klauengld. der HTr. kurz, kaum länger als das vorhergehende FGld; VSchl. beim ♂ an der Basis der USeite mehr weniger zahnartig vorspringend; das 3. FGld. kaum länger als das 4.; die ganze OSeite punktiert UGattung Dinodes*)Hierher kommen auch die spanischen Chlaenius-Arten: baeticus, fulgidicollus, dives etc., deren Stellung bisher nicht erkannt wurde. Die Dinodes-Charaktere stimmen auf siedurchgehends, nur ist der ♂ Schenkelzahn hei manchen Arten schwach ausgeprägt. Bon.
1'
OSeite der Tr. dicht u. fein gelb behaart, selten spärlich behaart, dann aber seitlich gefurcht u. in der Mitte teilweise gekielt; Basis der Fld. nicht oder innen am Sch. undeutlich gerandet; F. schon vom 3. Gld. an fein behaart, aber dieses Gld. ist nicht wie die anderen matt; Epipleuren der Fld. vor der Spitze meistens nicht gekreuzt; Zwischenräume der Fld. flach, fein punktuliert u. fein behaart.
9"
Die Ts. an der Spitze deutlich abgestutzt; Basis der Fld. nur in der Nähe des Sch. undeutlich gerandet; Tr. an den Seiten ohne Längsfurche

Gattung Trichochlaenius Seidl. *)Die zahlreichen Vertreter dieser Gattung kommen in unserer Fauna nicht vor.

9'
Die Ts. spindelförmig, am Ende zugespitzt, selten abgestumpft, aber nicht senkrecht abgestutzt; Basis der Fld. innen ungerandet; Epipleuren vor der Spitze nicht gekreuzt.
10"
Die hinteren Tr. an den Seiten mit feiner Längsfurche; B. lang u. dünn, die Trochanteren der dünnen HSchl. klein; Körper schlank, OSeite einfarbig, mattgrün oder blau; VTr. des ♂ nur schwach erweitert.

Gattung Chlaeniomimus Semen. *)Hierher eine Art aus Transkaspien (gracilicollis Jakowi) mit fast kahlen Tr. u. eine neue Art aus Mesopotamien (Anchomenusa hybridus Schmidt-Goebel i. lit.), letztere mit dicht behaarten Tr. Semenow stellt diese Gattung zu den Anchomeninen wegen der schwach erweiterten VTr. des♂ und den gerundeten Tr., aber die einzelne Supraorbitalborste neben dem Auge verweist sie entschieden zu den Chlaeniini, wo sie mit Trichohlaenus sehr nahe verwandt erscheint. Chlaeniomimus hybridus Schm.- i. lit. ist dem gracilicollis täuschend ähnlich.

[186]
10'
Tr. an den Seiten ohne Längsfurche; B. normal, wenig lang; die Trochanteren der HSchl. gross; Körper gedrungen gebaut, OSeite bunt gefleckt, matt, dicht tomentiert; VTr. des ♂ stark Verbreitert, Gattung Callistus Bon.

61. Gattung: Oodes Bonelli.

Strassenkäfer. Durch länglich ovale, Amara-ähnliche Körperform, schwarze Färbung, glatte, kahle OSeite u. durch den 8. Streifen der Fld. charakterisiert. Der letztere biegt sich vor der Spitze nach innen u. läuft in den Nahtwinkel u. wird innen kielförmig abgegrenzt.
Die Jugendstadien sind noch nicht bekannt. Die Arten leben an sumpfigen Orten, besonders zwischen Schilf u. sind in Europa nur durch wenige Arten veitreten, wovon 2 auch bei uns vorkommen.
Die Oodinen sind in den Tropen u. besonders in Australien reich vertreten.
1"
Der schmale Zwischenraum der Streifen auf den Fld. dicht neben dem SR., in welchem sich vorne u. hinten die puncta ordinaria beflnden, ist auch in der noch mehr verschmälerten Mitte fein reihig punktiert; die SStücke der HBr. deutlich punktiert; F., B. u. Epipleuren der Fld. zum grössten Teile schwarz; Körper schwarz. 7-8,5 mm. — T. 27, Fg. 6.
— An sumpfigen Orten in ganz Deutschland

helopioides F. *)Dieser Art täuschend ähnlich, aber grösser, schmäler, paralleler ist eine ganz schwarze, 10,5 bis 11,5 mm messende Art, mit längerem Hsch., tieferen Decken streifen, deren Punkte die SR. der Streifen nicht angreifen, aus Taschkend u. der Buchara, die ich zu Ehren meines Freundes H. Hahn aus Magdeburg Oo. Hahni n. sp. benenne. Ich würde sie für den ostsibirischen Oodes Sinteger Semen. = prolixus Bates halten, aber bei letzterem sind die F. u. B. hell gefärbt.

1'
Der schmale Zwischenraum dicht am SR. der Fld. hat vorne u. hinten die feinen puncta ordinaria, die in der Mitte durch einen einfachen, ganz unpunktierten schmalen Streifen verbunden sind; die SStücke der HBr. sehr flach u. klein wurmartig gerunzelt. Etwas schmäler u. paralleler als der vorige; schwarz, das 1. Gld. der F., die B. zum grössten Teile u. die Epipleuren der Fld., rotbraun. 7 — 8,5 mm. — (0. similis Chaud., gracilior Lamb., parallelogrammus Motsch.)
— Bei Rosenberg in Ostpreussen, sehr selten.

gracilis Villa.

62. Gattung: Chlaenius Bonelli.

Grünkäfer. OSeite der Tr. kahl oder fast kahl; Basis der Fld. scharf u. deutlich gerandet; F. vom 4. Gld. an fein pubeszent, Gld. 3 aber oft mit einzelnen abstehenden Haaren besetzt; Endgld. der Ts. an der Spitze abgestutzt; OSeite meistens fein u. dicht punktiert u. fein anliegend behaart; SR. der Fld. vor der Spitze gekreuzt.

Untergattung: Chlaenites Motsch.
(Durch kahle OSeite ausgezeichnet.)
Grünmetallisch; der Mund, die Ts., F. u. B., dann der SR. der Fld. u. ihre Epipleuren gelb. 14—16 mm. — T. 27, Fg, 7.
— Preussen, Ostdeutschland, Mähren, Schlesien, an feuchten, sonnigen Stellen unter Steinen.

spoliatus Rossi.

Untergattung: Chlaenius s. str.
(Färbung wie bei Chlaenites.)
1"
USeite schwarz; Hlb. an den Seiten nicht gelb gerandet; K, u. Hsch. metallisch grün manchmal goldrot: a. auricollis Gené; Fld. mattgrün, die flachen Zwischenräume dicht punktuliert, die 2 seitlichen Zwischenräume gelb, die gelbe Färbung an der Spitze ein wenig breiter u. daselbst etwas auf die nächstenZwischenräume übergreifend. 15-17 mm. — (Ch.marginatus187 Rossi, cinctus Oliv.) — T. 27, Fg. 8.
— Nach Schilsky in der Rheinprovinz gefangen. Ist sonst eine Art des südwestlichen Europa.

velutinus Dft.

1'
USeite schwarz; K. u. Hsch. goldgrün, mit stärkerem goldroten Schein; Fld. mattgrün, in den gewölbteren Zwischenräumen weniger dicht punktuliert, der gelbe Saum ist entweder an der Spitze wie bei velutinus u. der Bauch ringsum gelb gerandet (Stammform); oder der gelbe Decken-R. etwas schmäler u. auch an der Spitze auf die 2 seitlichen Zwischenräume beschränkt, im letzteren Falle ist der Bauch an den Seiten nicht gelb gerandet: v. caspicus Motsch. 14,5-16 mm. — (Chl. zonatus Panz., Fischeri Krynicki, tenuistriatus Krynicki.) — T. 27, Fg. 9.
— Im östlichen Teile des deutschen Gebietes; Mähren, Ostschlesien. Die var. caspicus kommt nicht in Deutschland vor.

festivus Panz.

Untergattung: Chlaeniellus nov.
(Von Chlaenius s. str. durch den Marginal-R. der Fld., welcher an den Schultern keinen scharfen Winkel bildet und den Stand des Borstenhaares in den HWinkeln des Hsch. zu unterscheiden.)
1"
Seiten des Hsch. mit äusserst schmalem, die Fld. mit breiterem gelben SR.; OSeite grün.
2"
OSeite mattgrün; Hsch. nicht herzförmig, dicht punktuliert; der gelbe SR. der Fld. an der Spitze nicht auffällig verbreitert; Bauch an den Seiten breit gelb gerandet; F. dunkel; die 3 BasalGld., Ts., B. u. Epipleuren der Fld. gelb. 10-12 mm. — (Chl. agrorum Oliv., marginatus Fairm.)
— Im süd- u. westlichen Deutschland, Nassau, selten

variegatus Geoff. Fourc.

2'
OSeite glänzend; Hsch. herzförmig gebaut, spärlich punktiert; der gelbe SR. der Fld. an der Spitze auffällig verbreitert; Bauch an den Seiten ohne gelben R.; der Mund, die F., Ts., B. u. Epipleuren der Fld. gelb. 8,5-11 mm. — (Chl. viridipunctatus Goeze, Bedel.) — T. 28, Fg. 1: a Larve, b u. c. Käfer,
— In ganz Deutschland an feuchten, sumpfigen Orten u. an Flussufern, gemein

vestitus Payk.

1'
Die Seiten des Körpers ohne gelben SR.
3"
OSeite metallischgrün oder blaugrün; K. u. Hsch. meistens lebhafter goldig oder mehr kupferig gefärbt; OSeite sehr fein u. dicht, reibeisenartig, Hsch. etwas stärker punktiert; K. fast glatt.
4"
Hsch. mit ziemlich scharfen, nahezu rechteckigen, etwas herabgebogenen HWinkeln; die Seiten vor denselben etwas ausgeschweift.
5"
3 Basalgld. der F., Ts. u. B. gelb. 10-12 mm. — (Ch. Schranki Dft.) — T. 28, Fg. 2.
— In Deutschland, an Gewässern, häufig

nitidulus Schrank.

5'
1—3 Basalgld. der F., Ts. u. Schn. gelb. 10-12 mm.
— Wie der vorige, aber seltener

v. tibialis Dej.

4'
Hsch. mit breit abgerundeten HWinkeln; die Seiten davor nicht ausgeschweift.
6"
1—2 Basalgld. der F., die Ts. zum Teile u. die Schn. gelb. 10—11,5 mm. — (Chl. upsaliensis Gmel, Geoffroae Brahm, Wesmaeli Preudh.) — T. 28,Fg. 3.
— In ganz Deutschland, aber nicht häufig.

nigricornis F.

6'
1—2 Basalgld. der F., die Ts. zum Teile u. B. gelb; die Tr. mehr weniger angedunkelt. — Chl. fulgidus Steph., fuscitarsis Schaum,

v. melanocornis Dej.

3'
Ganz schwarz; OSeite mit schwachem Bleiglanz; der K. allein manchmal metallisch gefärbt. Sonst den vorigen in Form u. Skulptur ähnlich; HWinkel des Hsch. angedeutet, abgerundet. 11 — 12 mm. — (Chl. holosericeus F., carbonarius Rossi.) — T. 28, Fg. 4.
— Nord- u. Mitteleuropa; in ganz Deutschland verbreitet, nicht häufig.

tristis Schall.

188
Untergattung: Agostenus Motsch.
(Schwarz, oben mit Bleiglanz; Hsch. von der Basis nach vorne verengt, Basis u. Furchen dicht, die Scheibe spärlich u. gröber punktiert; Zwischenräume der Fld.-Streifen dicht punktuliert u. fein behaart.)
1"
Alle Zwischenräume auf den Fld. gleichartig punktiert u. fein grau behaart; die Naht weder erhöht, noch glänzend. 14—15 mm. — T. 28, Fg. 5.
— Stettin. Nord- u. Mitteldeutschland, selten. In Oberschlesien von Zebe gesammelt.

sulsicollis Payk.

1'
Die geraden (2., 4., 6., 8.) Zwischenräume auf den Fld. dichter punktuliert u. dichter gelb, die ungeraden fein schwarz behaart; die Nahtkante ist vorne erhöht u. geglättet. 13,5-14 mm. — (Chl. caelatus Weber.)
— In Nordpommern bei Köslin, bei Stettin, in Westfalen, Nassau; m Norddeutschland und Schweden.

quadriculcatus *)Diese Art hat Payk. als ♀ der vorigen Art betrachtet. Payk.

Untergattung: Pelasmus Motsch.
-
Schwarz, oben metallischgrün, bronzefarbig oder kupferig, glänzend; K. klein, fein gerunzelt; Hsch. quer, fast so breit als die Fld., nahezu in der Mitte am breitesten, mit 3 Längsfurchen, hiervon die seitlichen hinten gelegen u. kurz; ungleich, wenig dicht, stark punktiert; Fld. mit erhabener Naht u. 3 glatten Längskielen, diese glänzend, dazwischen körnig punktuliert, matt, fein behaart. 11-12 mm. — (Chl. quadrisulcatus Illiger.) — T. 28, Fg. 6.
— In Posen, Pommern, Ostpreussen; bei Stettin seit langen Jahren gesammelt. Sehr selten

Illigeri Gnglb.

Untergattung: Dinodes Bon.
-
Schwarz, OSeite metallischgrün oder blau, dicht punktiert u. sehr fein behaart; die ersten 3 Gld. der F. u. B. rot, die Tr. etwas angedunkelt; K. klein, fein punktiert; Hsch. quer, seitlich gleichmässig gerundet, alle Winkel abgerundet; Fld. oval, dicht punktiert, fein dunkel behaart, 11 — 12 mm. — (Chl. laticollis Chd.)
— Nach Ganglbauer in Süddeutsculand; wahrscheinlich auch im südlichen Teile von Bayern.

azureus Dftsch.

63. Gattung: Callistus Bonelli.

Mondfleck. Von Chlaenius durch die zugespitzten Ts., ungerandete Deckenbasis u. vor der Spitze nicht gekreuzte SR. der Fld. verschieden; Körper gelb, rot u. schwarz, bunt gezeichnet, oben fein, wenig aufiällig, tomentartig behaart.
In Europa nur durch eine Art vertreten:
-
Schwarz, das erste Gld. der F. u. der Hsch. rot, Fld. u. der grösste Teil der Schn, gelb; K. schmäler als der Hsch., blau; dieser quer, herzförmig, gedrängt punktiert; Fld. breiter als der Hsch., kurz oval, mit feinen Punktstreifen, ein Flecken an den Schultern, ein grösserer an den Seiten in der Mitte der Fld., welcher die Naht nicht erreicht u. ein Schrägflecken vor der Spitze, der die Naht oft, den SR. immer erreicht, schwarz mit blauem Scheine. 6-7 mm. — (C. eques Schrank, plateosus Geoffr., Sulzeri Brahm.) — T. 28, Fg. 7.
— In Mittel- u. Süddeutsöhiand

lunatus Fbr.

20. Tribus: Panagaeini.

Käferchen vom Aussehen kleiner Chlaenius stark punktiert ü. behaart, mit rotgefleckten Fld., die sich von den verwandten Tribus durch das letzte, beilförmijfe Endglied der KfTs *). auszeichnen, welches nicht wie sonst in der Mitte der Spitze, sondern an der Innenecke des vorhergehenden Gld. aufsitzt; K. klein mit stark vorgequollenen Augen, ohne Schläfen, aber mit dünnem Halse; Hsch. scheibenförmig.
Die Larve von P. crux-major L. wurde von Schiödte zuerst beschriehen u. ist nach demselben auf T. 29, Fg. la sehr anschaulich abgebildet.
Dieser Tribus umfasst in Europa nur eine Gattung mit 2 Arten. Die Vertreter desselben sind reichlicher in den Tropen einheimisch.

64. Gattung: Panagaeus Latr.

Scheukäfer. Käfer schwarz, dicht u. abstehend behaart; Fld. mit 4 grossen, durch die dunkle Naht getrennten roten Flecken ; auf jeder Decke stehen 2 rote Flecken hintereinander.
Die Arten leben teils an sumpfigen Orten unter Detritus, oder an feuchten sandigen Orten unter Steinen.
1"
Hsch. breit, quer, scheibenförmig, wenig schmäler als die Fld.,. die grobe Punktur desselben dicht aneinander gedrängt ; die beiden roten Flecken erreichen den SR. u. sind meist durch die rote 8R.-Kante miteinander verbunden: Stammform; bisweilen ist die hintere Makel rundlich u. vom SR. isoliert : a. Schaumi Gnglb., selten sind die roten Makeln in der Mitte miteinander verbunden, so dass die schwarze, dazwischenliegende schmale Querbinde auf 3 schwarze Flecken reduziert wird: a. trimaculatus Dej., oder die Verbindung der Makeln ist so vollständig, dass von der medianen, schmalen, schwarzen Querbinde nur ein Flecken auf der Naht übrig bleibt: a. connexus nov. 7,5—8 mm. — (P. nobilis Gmel, equestris Geoffr., crux Gyll, vicinus Gory elongatus *)P. elongatus Chd. ist vielleicht eine grössere Form dieser Art (9-10 mm), welche mir aus Lenkoran u. der Buchara vorliegt, mit einem höheren Hsch., der jenem von bipustulatus nähe kommt. Chaud. — T. 29, Fg. 1: a Larve, b-h Käfer u. dessen Mundteile, i VB.
Im ganzen Gebiete einheimisch

crux-major L.

1'
Hsch. beträchtlich schmäler als die Fld., so lang als breit, die Scheibe dicht, grob punktiert, dazwischen feine Pünktchen reichlich eingestreut; so wie die vorige Art gefärbt, die hintere rote Makel ist aber immer vom SR. isoliert. Kleiner. 7 — 7,5 mm. — (P. quadripustulatus Strm.) — T. 28, Fg. 9.
— Etwas seltener als der vorige

bipustulatus Fbr.

21. Tribus: Masoreini.

Von den nachfolgenden Tribus durch die stark bedornten Schn. u. ihre langen Endspornen abweichend. Die Spitze der Fld. ist nicht abgestutzt, bedeckt aber nicht ganz den Hlb., das letzte Tergit bleibt von oben sichtbar.
Die Masoreini umfassen bloss wenige, artenarme Gattungen, wovon bei uns nur eine mit einer Art vertreten ist.

65. Gattung: Masoreus Dej.

K. schmäler als der Hsch.; dieser quer mit abgerundeten Winkeln, so breit als die Fld.; die Mitte der Basis schwach vorgezogen, glatt; Fld. oval, mit feinen Streifen u. glatten, ebenen Zwischenräumen.190
-
Schwarz, die Fld. an der Wurzel rotbraun; F., Ts. u. B. rotgelb; manchmal ist auch der Hsch. braunrot = a. axillaris Küst. 4,5 — 5 mm. — (M. laticollis Strm., luxatus Serv.) — T. 28, Fg. 8.

In ganz Deutschland nachgewiesen, aber selten

Wetterhali Gyll.

22. Tribus: Lebiini.

Die Fld. bedecken nicht ganz vollständig den Hlb.; sie sind gewöhnlich am Ende abgestutzt u. es bleibt das letzte Tergit von ihnen unbedeckt. Die Schn, sind ohne Dornen an ihrem Aussen-R.; SR. des Hsch. mit scharfen Kanten.
Gattungen.
1"
Hsch. stark quer, Basis jeder seits mit starkem Ausschnitt, die Mitte nach hinten kurz, breit u. parallel gestielt Lebia Latr.
1'
Hsch. an der Basis abgestutzt oder gerundet, oft an den Seiten abgeschrägt, nach hinten nicht gestielt.
2"
Endgld. der LTs. oval oder spindelförmig, zur Spitze verengt.
3"
Die feine RLinie des Hsch. verlässt vor den HWinkeln die Seiten des Hsch. u. wendet sich dorsalwärts zur Basis, die Seiten sind daher vor den HWinkeln als Epipleuren des Hsch. von oben sichtbar; Fld. meist mit einigen (2 — 4) gelben Flecken Lionychus Wissm.
3'
Die RLinie des Hsch. bis zur Basis normal verlaufend. Die Epipleuren des Hsch. auch an der Basis von oben nicht sichtbar.
4"
Basis des Hsch. stark gerundet, die HWinkel an den Seiten höher nach vorne gerückt. Tr. einfach.
5"
Augen gross, Schläfen sehr kurz, gleich in den Hals übergehend. Fld. am Ende schräg abgestutzt u. oft etwas ausgebuchtet.Metabletus.
5'
Augen weniger gross, K. länger, Schläfen ziemlich lang, allmählich in die halsartige Abschnürung übergehend; Fld. am Ende gerade abgestutzt. Kleinste Laufkäfer Microlestes Schmidt.
4'
Basis des Hsch. gerade abgeschnitten, nur an den Seiten häufig etwas abgeschrägt.
6"
Vorletztes TrGld. einfach, oder schwach herzförmig.
7"
Hsch. herzförmig, mit scharf spitzigen HWinkeln; Basal-R. der Fld. innen stark nach hinten gezogen; K. samt den Augen so breit als der Hsch.; Kinn in der Mitte des Ausschnittes mit einem Zähnchön.

Apristus Chaud. * Nur im Mittelmeergebiet vertreten.

7'
Hsch. nicht deutlich herzförmig gebaut, selten mit spitzigen HWinkeln; Basal-R. der Fld. ziemlich gerade verlaufend; Kinn in der Mitte des Ausschnittes ohne Zahn Dromius Bonelli.
6'
Vorletztes TrGld. lang u. tief zweilappig; K. gross, länglich, Schläfen lang, nach hinten konvergierend Demetrias Bon.
2'
Endgld. der LTs, beilförmig oder walzenförmig u. an der Spitze breit abgestutzt. Grössere Formen.
8"
Hsch. nicht herzförmig, die Basis gerade; 4 Basalglieder der F. kahl Plocionus Dej.
8'
Hsch. herzförmig, die Basis gerundet; 1 — 3 Basalgld. der F. kahl. Cymindis Latr.

66. Gattung: Lebia Latr.

Prunkkäfer. Unter den Lebiiden mit abgestutzten Fld. durch die Form des Hsch. u. den breiten, abgeflachten Körper leicht kenntlich. Das vorletzte TrGld. ist deutlich an der Spitze ausgerandet.191
Ueber Lebia scapularis Geoffr. sind biologische Notizen vorhanden.
Die Lebien leben zumeist auf Gesträuchen u. Bäumen, an Baumwurzein etc., wo sie Jagd auf kleine Insektenlarven u. Blattläuse machen.
1"
Fld. einfarbig, metalÜBchgrün oder blau.
Untergattung: Lamprias Bon.
2"
Metallischgrün oder blau; die 2 oder 3 ersten Gld. der F., der Hsch., das Sch., die Schl. u. Schn, rotgelb; die Punktur ist oben höchst fein, die Punktstreifen der Fld. ebenso, die Zwischenräume kaum sichtbar punktiert; V.- u. MBr. rötlich. 5—7,5 mm. — T. 29, Fg. 2.
— Deutschland,

chlorocephala Hoffm.

2'
Metallischgrün oder blau; das 1. Gld. der F., der Hsch., die B. mit Ausnahme der Knie u. der Tr. gelbrot; K. u. Zwischenräume der sehr feinen Punktstreifen auf den Fld. ziemlich kräftig punktiert; VBr. rot. Ganz kleine Stücke nannte Comolli formosa; selten sind die Schn, ganz schwarz: a. femoralis Chaud. — T. 29, Fg. 3.
— Deutschland, häufiger als die vorige Art

cyanocephala L.

1'
Fld. gelb u. schwarz gezeichnet, ohne Metallglanz.
Untergattung: Lebia in spe.
3"
Ts. schwarz.
4"
An den B. wenigstens die Knie schwarz; Fld. schwarz mit 4 rotgelben Flecken. Schwarz; die 3 ersten Gld. der F., der Hsch. oben u. unten, 4 Makeln auf den Fld. u. die Epipleuren derselben, sowie die B. mit Ausnahme der Knie u. der Tr. rotgelb. Bei a. scutellata Letzn. sind die vorderen grossen gelben Flecken an der Naht miteinander breit verbunden; v. nigripes Dej. ist wie scutellata gefärbt, hat aber ganz schwarze B. 5,5-7 mm. — (L. Andreae Rossi, errata Rossi.) — T. 29, Fg, 4.
— Ueberall in Deutschland, a. scutellata selten, v. nigripes Dej. in Mecklenburg, sonst im Süden Europas.

crux-minor L.

4'
Schwarz; die Basis der F. im weiteren Umfange, der Hsch., die Fld. u. Beine rotgelb; auf den Fld. befinden sich in der Quere vor der Spitze 3 schwarze Makeln, wovon die seitlichen rundlich sind u. die dritte an der Naht länglich ist; Sch, schwarz. 5,5-7 mm. — (L. cyathigera Rossi, anthophora Duf.)
— Im südlichen Mitteleuropa, in Oesterreich, Tirol u. Bayern.

trimaculata Villers.

3'
Ts. rotgelb.
5"
K. schwarz, Fld. mit einer rotgelben Schultermakel.
6"
Fld. am Grunde hautartig genetzt, die Zwischenräume kaum pimktiert, schwarz, mit einer grossen, innen schräg gegen die Naht gestellten Schultermakel; eine kleinere Apikalmakel fehlt bei der Stammform u. ist vorhanden bei a. quadrimaculata *) In seltenen Fällen nimmt die dunkle Färbung so überhand, dass die gelbe Färbung auf eine kleinere, schräge, überall schwarz begrenzte Makel hinter der Schulter reduziert erscheint = a. Coeles Ragusa aus Sizilien u. Korsika. Bei einem interessanten Siücke aus Akbes in Nordsyrien ist der ganze Körper samt der USeite gelbrot, nur der K. u. eine zu 3 Flecken aufgelöste Binde hinter der Mitte schwarz. Die seitlichen Flecken dreieckig, der mittlere an der Naht länglich, nach vorne u. hinten zugespitzt. Imitiert die L. trimaculata. = a. insolita nov. Dej., Fg. 7 c. Hsch., Sch., der grösste Teil der Br., F., Ts. u. B. rotgelb. 4 — 5,5 mm. — (L. turcica F., bimaculata Fisch.) — T. 29, Fg. 7.
— Elsass.

scapularis Geoffr. Fourc.

6'
Fld. glänzend, die Zwischenräume einzeln, ziemlich kräftig punktiert, in den Punkten mit äusserst kurzen Härchen; schwarz, mit einer grossen, dreieckigen, mit der Spitze nach innen gerichteten, rotgelben Schultermakel u. einer kleineren an der Spitze neben der Naht. Schwarz; der Mund, F., B. u. die V.- u. MBr. rotgelb. 4,5 — 5 mm. — (L. turcica Dft., axillaris Fisch.) — T. 29, Fg. 6.
—In Bayern.

humeralis Dej.

192
5'
K., Hsch., Sch., der gebuchtete Spitzen-R,. der glänzend schwarzen Fld., Ts., F. u. B. gelbrot; der hintere Teil der Brust dunkel; Zwischenräume der Fld. einzeln, sehr fein punktiert. 4 — 4,5 mm. — (L. haemorrhoidalis F.) — T. 29, Fg, 5.
— Im mittleren u. südwestlichen Deutschland, Mähren, selten

marginata Geoffr. Fourc.

67. Gattung: Lionychus Wissmann.

Krallenkäfer. Von den nachfolgenden Gattungen durch den Bau des Hsch. ausgezeichnet. Dieser ist etwas herzförmig gebaut, vorne stark gerundet, nach hinten verengt, die kleinen HWinkel stehen an den Seiten etwas vor der Basis, die feine SR.-Linie wendet sich von den HWinkeln dorsalwärts zur Basis, so dass die Seiten bereits die von oben sichtbaren Epipleuren des Hsch. darstellen. Die Kaferchen sind klein, etwas breit gebaut, schwarz, die Fld. mit 1 oder 2 gelben Flecken.
Die Arten leben an den Ufern von fliessenden Gewässern u, sind im allgemeinen selten. Bei uns ist nur nachfolgende Art vertreten:
 
Schwarz; K. etwas schmaler als der Hsch.; dieser quer, herzförmig; Fld. ein wenig breiter als der Hsch., jede mit 2 rundlichen gelben Makeln, die eine hinter den Schultern, die andere hinter der Mitte gelegen; manchmal verbinden sich beide Makeln längsstreifenartig miteinander : v. major Miller, Scheibe fein gestreift, die flachen Zwischenräume sehr fein, einzeln punktuliert. Bei a. bipunctatus Heer (Fg. 8 c) fehlt der hintere gelbe Flecken vollständig, bei a. unicolor Schilsky *) Schilsky hat in seinem Verzeichnis d. Käfer Deutschlands 1888, p. 15, die von Heyden in seinem Verzeichnis d. Käfer von Nassau u. Frankfurt, I. Aufl., beschriebene aber unbenannte Var. als v. unicolor Heyd. aufgeführt. Dr. Fleischer beschrieb unter dem gleichen Namen in der Wien. Ent. Ztg. 1900, 233, eine besondere Art aus dem Kaukasus, für die ich nun den Namen L. Fleischer n. nov. vorschlage. beide. 3-3,5 mm. — T. 29. Fg. 8.
— Im mittleren u. südlichen Teile Deutschlands, v. major in Mähren.

quadrillum Dft.

68. Gattung: Metabletus Schmidt-Goebel.

Kleine, flache, meist dunkle Käferchen, welche sich von Dromius durch die gerundete Basis des Hsch., von Microlestes hingegen durch die grösseren Augen, sehr kurze Schläfen u. am Ende schräg abgestutzte Fld. unterscheiden.
Die Arten leben an den Wurzeln von Bäumen, unter Baumrinden u. auf trockenen Plätzen unter Steinen.
1"
Schwarz, mit schwachem oder undeutlichem Erzschein; FBasis u, B. schmutzig braun; Fld. mit sehr feinen Streifen, an den Schultern mit einer grösseren, vor der Spitze mit einer kleinen, verschwommenen, unklaren, braunen Makel; Körper geflügelt. 3—3,5 mm. — (M. spilotus Dej.) — T. 29, Fg. 9.
— Thüringen, im Harz, im Allergebiete, Preussen; in südlichen Ländern viel häufiger.

obscuroguttatus Dft.

1'
Fld. einfarbig, oder nur an den Schultern heller. Körper ungeflügelt.
2"
3. Zwischenraum der Fld. nur mit 2 feinen oder ganz undeutlichen Punkten.
3"
F. u. B. gelb; Fld. oft mit angedeuteter Schultermakel. Körper schwarz mit undeutlichem Erzschein. 3 mm.
— Württemberg, Thüringen, Magdeburg, Böhmen.

pallipes Dej.

3'
Körper samt den F. u. B. schwarz oder braunschwarz, nur das 1. FGld. die Knie, Schn, u. Tr. braun. 3 mm. — T. 29, Fg. 10.
— In ganz Deutschland, nicht selten

truncatellus L.

2'
3. Zwischenraum der Fld. mit 2 grübchenartigen, grossen Punkten; schwarz; OSeite bronzefarbig. 3 mm. — (M. foveola Gyll., punctatellus Dft., bipunctatus Kossi.) — T. 29, Fg. 11.
— In ganz Deutschland nachgewiesen.

foveatus Geoffr. Fourc.

198

69. Gattung: Microlestes Schmidt-Goebel.

(Syn. Blechrus Motschulsky.)
Mit Metabletus äusserst nahe verwandt; aber die Augen weniger vorgequollen, die Schläfen u. der ganze K. länger, die Fld. an der Spitze gerade abgestutzt.
Die Arten leben wie jene von Metabletus, aber besonders gerne unter Baumrinden.
1"
Körper einfarbig schwarz, glänzend.
2"
Grösse 3 mm. K. grösser, Augen stärker vorragend; Hsch. stärker quer; Fbl. deutlicher gestreift. — (M. femoralis Marsh., minutus Geoffr. Fourcr., glabrattis Dft., nigrita Woll. — T. 29, Fg.12.
— In ganz Mitteleuropa, nicht selten

minutulus Goeze.

2'
Grösse 2,5 mm. — K. etwas kürzer, Augen kleiner; Hsch, schwach quer; Fld. undeutlicher gestreift. — (M. angustatus Steph.) — T. 29, Fg. 15.
— Deutschland, häufiger als der vorige

maurus Strm.

1'
Schwarz, glänzend, mit undeutlichem Erzscbein; die Fld. mit einem blassgelben Längsflecken in der Mitte; die Basis der F., die Schn. u. Tr. bräunlichgelb. 2,5 mm.
— Im südlichen Mähren, selten.

plagiatus Dft.

70. Gattung: Dromius Bon.

Rennkäfer, Rindenläufer. Von den verwandten Arten durch die fast gerade Basis des Hsch. u. von der Gattung Apristus, welche bei uns nicht vertreten ist, durch den Mangel eines Kinnzahnes u. den nicht ausgesprochen herzförmigen Hsch. abweichend; die Tr. sind einfach, die Klauen gezähnelt.
Von Dromius agilis, quadrinotatus u. quadrimaculatus sind durch Schiödte die Larven bekannt. Jene von D. agilis ist auf T. 30, Fg. 4 a abgebildet.
Die Arten leben unter Baumrinden u. auf dürrem Reisig u. trockenen Baumrinden, einige aber lieben feuchte Orten u. werden im Flussgenist u. Detritus gefunden.
Untergattungen:
1"
K. lang u. schmal, viel länger als breit; 1. FGld. verlängert, gestreckt, etwas verdickt u. fast schaftförmig. (Typus: D. longiceps Dej.) UGattung Paradromius Fowler.
1'
K. nicht, oder wenig länger als breit; 1. FGld. nicht schaftförmig verlängert, kaum länger als das dritte.
2‴
Basis der Fld. in der Mitte ungerandet; die Randung reicht aussen nur bis zur Einschnürung der MBr.; Fld. an der Basis dicht neben dem Sch. ohne umrandeten Porenpunkt, mit meist feinen, eingerissenen, deutlich punktierten Streifen, ohne Spur eines verkürzten Skutellarstreifs; K. samt den Augen so breit als der Hsch.; Körper lang u. schmal. (Typus: D. linearis Oliv.) UGattung Manodromius Reitt.
2"
Basis des Hsch. vollständig, fein, bis zum Sch. gerandet.
3"
Fld. an der Basis neben dem Schildchen ohne Porenpunkt; K. samt den Augen nicht ganz so breit als der Hsch.; grössere Arten. (Typus: Dr. agilis.) UGattung Dromius in spe.
3'
Fld, an der Basis neben dem Sch. , mit seichtem, umrandeten Porenpunkt, ohne Spur eines Skutellarstreifs; Deckenspitzen mit 2 — 3 langen Tasthaaren; K. samt den Augen so breit als der Hsch., dieser mit rechtwinkelig nach aussen vortretenden HEcken. Kleine Arten. (Typus: Dr. quadrinolatus)UGattung Calodromius Reitt.
2'
Die Basis der Fld. ist in der Mitte ungerandet, die Randung reicht aussen nur bis zur Einschnürung der MBr.; Fld, an der Basis neben dem Sch.194am 2. Intervall mit einem seichten, umrandeten Forenpunkt; K. samt den Augen so breit als der Hscb., kleine Arten. (Typus: Dr. nigriventris.)UGattung Dromiolus Reitt.
Untergattung : Paradromius Fowler.
Schmal, langgestreckt, wie ein Demetrias gebaut, bräunlichgelb, K. rostrot oder schwärzlich, die Naht der Fld. angedunkelt, der dunkle Teil derselben weder die Basis noch die Spitze erreichend; Schläfen des K. nach hinten verengt. 5,5 — 6,5 mm. — T. 30, Fg, 1.
— Bayern, Preussen, Pommern, Magdeburg, selten.

longiceps Dej.

Untergattung: Manodromius Reitt.
Die St. ist bis zur Mitte der Augen gerieft; rostrot, der K. manchmal braunrot, Fld. heller, mit eingerissenen, am Grunde punktierten Streifen, die Spitze angedunkelt; Mund, F. u. B. gelb. 5 mm. — T. 30, Fg. 2.
— In ganz Deutschland, nicht selten

linearis Oliv.

Untergattung: Dromius s. stricto.
1"
Das 3. u. 7. Intervall der Fld. mit einer weitläufigen Reihe etwas grösserer Punkte; St. glatt; Hsch. sehr wenig breiter als lang. Rotbraun, Fld. u. Bauch schwarz oder schwarzbraun, der Mund, F. u. B. gelbrot. 6 mm. — Bei var. bimaculatus Dej. zeigen die Fld. vorne einen lichteren Flecken u. an der Spitze oft eine angedeutete Makel. — D. truncatus F. — T. 30, Fg. 4; a. Larve.
—Deutschland, nicht selten

agilis F.

1'
Nur das 7. Intervall der Fld. mit einer Reihe von Punkten neben dem 6. Streifen, der 3. nur mit einem Punkte vor der Spitze.
2"
Die St. mit Ausnahme weniger Längsrunzeln am VR. der Augen, glatt.
3"
Lebhaft rostrot; die Fld. längs den Seiten u. zur Spitze, gebräunt; Hsch. kaum breiter als lang. 5,5—6,5 nmi. — (D. testaceus Er.)
— Rheinprovinz, Nassau, Thüringen, Hannover, Mecklenburg, Preussen, Schlesien etc.

angustus Brull.

3'
Rostrot; der K. u. die Fld. pechbraun, ein unbestimmter hellerer Flecken neben der Naht vor der Mitte der letzteren heller gefärbt, manchmal ist auch der K. rostrot; Hsch. fast um ein Drittel breiter als lang. 5,5 — 6,5 mm.
— In den schlesisch-mährischen Beskiden unter Baumrinden.

v. bescidicus Reitt.

2'
Die St. fast bis zum Scheitel etwas länglich verrunzelt.
4"
Fld. einfarbig braunschwarz; Hsch. wenig breiter als lang, fast quadratisch, mit gerade abgeschnittener Basis und scharfen HWinkeln, die Seiten davon parallel oder schwach ausgeschweift; schwarzbraun. F., Ts. u. B. gelbbraun. 6 mm. —
Von Königsberg bis Petersburg, sehr selten.

cordicollis Vorbringer. *)Nach Zaitzew ist diese Art mit quadraticollis Mor. identisch.

4'
Fld. schwarz mit gelben Makeln, oder gelb mit dunklen Seiten.
5"
Hsch. wenig breiter als lang; gelbrot, der K., die Seiten der Fld. u. deren Spitze, dann der Bauch schwarz; Hsch. meist gesättigter rot. Die dunkle Färbung auf den Fld. ist manchmal nur angedeutet. 5,5—6 mm. — T. 30, Fg. 3.
Deutschland, unter Kiefernrinde, nicht häufig.

marginellus Fbr.

5'
Hsch. stark quer, Fld. mit hellen Makeln.
6"
Fld. schwarz, jede dicht vor der Mitte am 2. u. 3. oder 2. — 4. Zwischenräume mit einer kleinen, rundlichen, braungelben Makel; K. kurz, schwach gerunzelt. Schwarz, Hsch. braun mit braunroten Rändern; Mund, F. u. B. gelbrot. 5,5—6 mm. — (D. colon Thunbg., arcticus Oliv., biguttattus Clairv.) — T. 30, Fg. 5.
— In ganz Deutschland, unter Baumrinden.

fenestratus Fbr.

6'
Fld. schwarz, jede mit 2 gelben Makeln, eine grössere vor der Mitte rundlich, u, eine andere an der Spitze quer, eine gebuchtete Querbinde for-195mierend; Hsch. rot oder braun, mit gelben R.; Mund, F. u. B. gelb. 5 — 6 mm. — (D. maxillosus Geoffr. Fourcr.) — T. 30, Fg. 6 : Käfer etc.
—In ganz Europa, unter Baumrinden nicht selten

quadrimaculatus L.

Untergattung: Calodromius Reitt.
1"
Gld. 3—10 der F. länglich; Hsch. so lang als breit, braun mit heller roten R.; Fld. schwarz, mit einem grossen, rundlichen, gelben Flecken vor der Mitte u. einem kleineren, länglichen neben dem Nahtwinkel; Mund, F. u. B. braungelb. In seltenen Fällen fliessen die 2 gelben Flecken der Länge nach zusammen : a. biplagiatus Heyd., in noch selteneren Fällen fehlen die hinteren Makeln vollständig: a. basalis Schilsky. 3,5—4 mm. — (D. spilotus Illig., nigricornis Brull.) — T. 30, Fg. 7.
— In Deutschland überall, aber nicht häufig; die erste Var. in Nassau

quadrinotatus Panz.

1'
Gld. 3—10 der F. kaum länger als breit; schwarz, Hsch. breiter als lang, rot; Fld. schwarz, undeutlich gestreift, eine grosse, zackige Makel vor der Mitte, welche wohl die Seiten, nicht aber die Naht erreicht, dann eine gebuchtete Querlinie an der Spitze, blassgelb; Mund, F. u. B. gelb. 3 — 3,3 mm.
— Bisher in unserem Gebiete aus dem Elsass bekannt

bifasciatus Dej.

Untergattung: Dromiolos Reitt.
1"
Schläfen äusserst kurz, dicht hinter den Augen stark eingeschnürt; F. ziemlich kurz, die MGld. wenig länger als breit; Fld. braunschwarz, eine grosse, dreieckige, zackige Makel vor der Mitte, die einen Ast zu den Schultern entsendet, dann eine innen nach vorne erweiterte Apikalmakel, gelb; schwarz; Hsch. braunrot; Mund , F. u. B. gelb. 3—3,5 mm. — T. 30, Fg. 8.
— Kassel, Allergebiet, unter Rinden, selten

quadrisignatus Dej.

1'
K. mit entwickelten, schräg nach hinten verengten Schläfen; F. schlank mit länglichen MGld.
2"
Fld. hell gefärbt, mit einer dunklen, in der Mitte nicht unterbrochenen Querbinde hinter der Mitte. Bräunlichgelb, Hsch. gelbrot, K. u. manchmal auch der Bauch schwarz.
3"
Die dunkle Binde hinter der Mitte der Fld. erreicht nicht vollständig die SRKante, der feine aufgebogene R. bleibt gelb, in der Mitte ist sie eingeengt, die äussere Erweiterung derselben erreicht nicht die Spitze; Bauch bräunlichgelb. 3 — 3,5 mm. — (D. fasciatus F.) — T. 30, Fg. 11.
—In ganz Deutschland, aber nicht häufig

sigma Rossi.

3'
Die dunkle Binde hinter der Mitte der Fld. erreicht vollständig die SRKante u. ist hier verbreitert, der verbreiterte äussere Teil der dunklen Binde erreicht nach hinten den SpitzenR.; Bauch schwärzlich. 3 — 3,5 mm. — (D. fasciatus Dej., notatus Schaum, oblitus Boield.) — T. 30, Fg. 10.
In ganz Mittel- u. Nordeuropa unter Nadelholzrinde nicht selten.

nigriventris Thoms.

2'
Fld. einfarbig braungelb,, ungefleckt, höchstens die Naht in der Mitte schmal gebräunt, parallel, gestreckt; rotbraun, Hlb. schwärzlich, K. schwarz, Hsch. gelbrot, die SchGegend meistens dreieckig getrübt. 3 mm. — T. 30, Fg. 9.
— In Deutschland unter Flussgenist, im westlichen Teile häufiger.

melanocephalus Dej

71. Gattung: Demetrias Bon.

Scheunenkäfer. Von der sehr nahe verwandten Gattung Dromius durch das vorletzte TrGld. verschieden, welches lang u. tief gelappt u. fast so lang ist als das Klauengld. Der K. ist gross, der Hsch. schmal.

Die wenigen Arten dieser Gattung leben an stehenden Gewässern u. überwintern in abgeschnittenem Rohr.196

1"
Schläfen kahl; Fld. nur im 3., selten auch im 5. Zwischenräume mit einigen Punkten besetzt; die Klauen glatt oder nur mit einem Zähnchen.
Untergattung: Aetophorus Schm.-Goebel. Adlerkäfer.
2"
Das 1. Gld. der F. ist etwa so lang als das 3.; Fld. mit 3 meist zusammenhängenden schwarzen Flecken, hievon befindet sich der eine hinter der Mitte, dann je einer an den Seiten vor der Spitze. Stücke mit isolierten Flecken sind a. intertuptus Schilsky. Gelbrot; der K. schwarz (Stammform), Hsch. gelbrot, Fld. gelb; seltener ist auch der K. gelbrot: a. ruficeps Schaum. 5 — 5,5 mm. — T. 30, Fg, 12.
— An Sümpfen u. Teichen, zwischen Rohr.

imperialis Germ.

2'
Das 1. Gld. der F. ist beträchtlich länger als das 3.; Fld. vor der Spitze mit einem an der Naht stehenden, gemeinschaftlichen queren schwarzen Flecken; gelbrot; K. schwarz; Fld. blasser rotgelb. 4— -4,5 mm. — (D. unipunctatus Germ.) — T. 30, Fg. 13.
— Deutschland.

monostigma Saraou.

1'
Schläfen an den Seiten abstehend behaart. Fld. auf den abwechselnden Zwischenräumen reihig punktiert u, mit Tasthärchen versehen. Klauen mit 3 scharfen Zähnchen.
Untergattung: Demetrias s. str.
Rotgelb, die HBr. dunkel; der K. schwarz; die Fld. blasser rotgelb; die Naht vor der Spitze mit schmalem, dunklem Längswisch. 4,5 — 5,5 mm. — (D. fulvus Geoffr.-Fourc, elongatulus Dftsch., obscurus Steph., confusus Heer, obtusus Motsch., angulatus Motsch., punctatostriatus Motsch.) — T. 30, Fg. 14: Käfer etc.
— In ganz Deutschland mit den vorigen

atricapillus L.

72. Gattung: Plocionus Dej.

Gestalt eines grossen Dromius,
Körper kahl; F. kurz. ihre 4 Basalgld. glatt u. kahl; K. samt den grossen Augen wenig schmäler als der Hsch.; OKf. mit etwas erweitertem, rundem, glattem AussenR.; Hsch. quer, Basis gerade abgestutzt, die Seiten flach aufgebogen; Fld, breiter als der Hsch., tief gestreift, der 3. Zwischenraum mit einigen grösseren Punkten am 3. Streifen; B, robust, Tr. oben knhl. Körper abgeflacht. Einfarbig rostbraun, glänzend. 7 — 9,5 mm. — (Pl. Bonfilsi Serv.,Boisduvali Gory, valens Lee.)
An den Warenl.äusern am Hamburger Hafen von einzelnen Personen oft zahlreich gesammelt. Aus Amerika importiert.

Pl. pallens Fbr.

73. Gattung: Cymindis Latr.

Nachtkäfer. Durch Grösse unter den Lebiiden, dann durch den herzförmigen, an der Basis gerundeten Hsch., die wenigstens mit einem roten Humeralflecken gezierten Fld, u. 3 meistens kahlen Basalgld. der F. charakterisiert. Die LTs. haben im männlichen Geschlechte oft ein sehr breites beilförmiges Endgld.; die Zwischenräume der Fld. sind punktiert.

Die Arten, deren erste Stände noch zu erforschen sind, leben an Waldrändern unter Steinen und Moos, viele nur im Gebirge.

1"
Fld. ohne Metallfärbung, ihre Basis meistens vollständig gerandet.
Untergattung: Cymindis s. str.
2"
OSeite unbehaart oder nicht deutlich behaart, Zwischenräume der Fld. nur sehr spärlich u. fein punktuliert, oder fast glatt.
3"
Die dunkle Färbung der Fld. teilt durch eine spitzige Einschiebung die hintere Partie der Schultermakel von dem hellen SR.197
4"
Hsch. schwarz mit rötlioh durchscheinendem SR.; schwarz, P, Ts. u. B. gelbrot; Fld. mit feinem roten, mit der Schultermakel verschmolzepen SR., oben mit tiefen Punktstreifen u. nur höchst fein u. einzeln punktierten oder fast glatten Zwischenräumen. 8 — 11 mm. — (C. sesquistriata Panz., humerosa Quens., Dianae F., hybrida Heer.) — T. 30, Fg. 15: Käfer etc.
— In Deutschland die häufigste Art

humeralis Geoffr.-Fourc.

4'
Hsch. bräunlichrot oder gelbrot; K. rotbraun; der SR der Fld. u. eine längliche, schmale Humeralmakel rotgelb; F., Ts. u. B. gelbrot; Fld. mit ziemlich tiefen Streifen, die Zwischenräume sehr fein, wenig dicht punktuliert. 8—11 mm. — (C. homagrica Dft.) — T. 30, Fg, 16.
— In Deutschland nicht selten

axillaris F.

3'
Die Humeralmakel ist mit dem hellen SR. vollständig verschmolzen, so dass die dunkle Färbung sich hinten nicht spitzig einschiebt. K. u. Hsch. schwarz, letzterer mit rötlich durchscheinenden R.; Fld. oval, gestreift, die Zwischenräume sehr spärlich punktuliert oder fast glatt, bei Ansicht von der Seite höchst spärlich, fein, undeutlich behaart, der SR. u. eine unbegrenzte damit verbundene Humeralmakel rot; der Mund, F. u. B. gelbrot. 8—9 mm. — (C. flavomarginata Letzn.)
— In den mährisch-schlesischen ßeskiden, Böhmen, sehr selten

cingulata Dej.

2'
OSeite besonders auf den Fld. deutlich behaart, Zwischenräume der Fld. meist stärker u. dichter punktiert.
5"
Die Scheibe des Hsch. u. die Zwischenräume fast gleich fein, wenig dicht punktiert.
6"
K. u. Hsch. braunrot; der erstere schmäler als der letztere, dieser quer; Fld. langoval, schwarz, der SR. u. eine Schultermakel rot. Mund, Ts., F. u. B. rotgelb. Grössere, der axillaris sehr ähnliche Art. 10-12 mm.
— Bayern, Böhmen u. Mähren, selten

scapularis Schaum.

6'
K. u. Fld. schwarz; letztere mit rotem SR. u. gleicher mit ihr zusammenhängender Humeralmakel; K. samt den Augen fast so breit als der rote Hsch.; dieser sehr schwach quer, in der Mitte der Scheibe nur mit einzelnen Punkten; Zwischenräume der Streifen auf den Fld. spärlich, an der Basis u. an den Seiten dichter punktiert; VBr., Mund, F. u. B. gelbrot. 7-8 mm.
— Im Alpengebiete Bayerns, selten

coadunata Dej.

5'
Hsch. dicht u. doppelt stärker punktiert als die dichtpunktierten Zwischenräume der Fld,.
7"
K. samt den Augen fast so breit als der Hsch; dieser schwach quer, an der Basis schwach gerundet, die Seiten äusserst schmal abgesetzt.
8"
OSeite äusserst fein u. kurz behaart. K. u. Hsch. ziemlich fein u. dicht, die Zwischenräume der Fld. sehr fein u. dicht punktiert. Schwarz, Hsch. rot, Fld. mit schmal rotem SR. u. mit einer roten Humeralmakel; VBr., Ts., F. u. B. gelbrot. Der coadunata habituell ähnlich, aber durch dichte Punktur abweichend. 7,5 — 8 mm. — (C. lunaris Dft., rectangula Motsch.)
— Preussen, Hamburg, Harz, Bayern, Böhmen, selten

angularis Gyll.

8'
OSeite ziemlich lang, rauh, gelbbraun behaart. K. u. Hsch. dicht u. grob, Fld. dicht u. viel feiner, aber immerhin doppelt stärker als bei der vorhergehenden Art punktiert. Schwarz oder schwarzbraun, leicht gewölbt; die Basis der Fld. u. der schmale SR. verschwommen rotbraun gefärbt; F., Ts. u. B. rostrot; Fld. hinter der Mitte am breitesten. 7,5-9 mm. — (C. basalis Gyll., punctata Dej.) — T. 30, Fg. 18.
— Bayern, Westfalen, Harz, Nord- Mittel- n. Ostdeutschland, am Rande von Kieferwaldungen

vaporariorum L.

7'
K. samt den Augen viel schmäler als der Hsch.; dieser quer, gerundet, die Seiten breit abgesetzt u. aufgebogen; K. u. Hsch. dicht u. ziemlich fein, die Fld. doppelt feiner u. sehr dicht punktiert, licht behaart. Rotbraun; 198 K. u. Hlb. schwärzlich; der SR. des Hsch. heller durchscheinend; der SR. der kurz ovalen Fld. u. ein grosser, mit denselben zusammenhängender Schulterfleck, häufig auch die Naht u. oft noqh ein kleiner Fleck vor der Spitze (a. fenestrata Schilsky) braungelb; die F., Ts. u. B. gelblichbraun. 7,5-10 mm. — (C. binotata Strm. , immaculata Letzn.) — T. 30, Fg. 17.
— Thüringen, Westfalen, Norddeutschland, Mark Brandenburg.

macularis Dej.

1'
Fld. einfarbig blau oder grün, metallisch, die Basis innen nicht vollständig gerandet.
Untergattung: Menas Motsch.
Schwarzbraun, zylindrisch; Mund, F. u. B. heller gelbrot; K. samt den Augen so breit als dör Hsch. u. wie dieser ziemlich stark punktiert u. fein behaart; Hsch. schwach quer; Fld. wenig breiter, ziemlich parallel, mit feinen Punktstreifen u. flachen dicht punktierten u. fein behaarten Zwischenräumen. 8,5-10,5 mm. — (C. miliaris F.)
— Ostdeutschland, Böhmen, Mähren, selten.

variolosa F.

23. Tribus: Odacanthini.

Hsch. lang zylindrisch, an den Seiten unvollständig gerandet , fast stielrund, schmäler als K. u. Fld.; 1. FGld. nicht von auffälliger Länge; Tr. einfach.
In Europa nur durch eine Gattung vertreten.

74. Gattung: Odacantha Payk.

Halskäfer. Die Gattungscharaktere fallen mit obigen zusammen.
-
Schmal anggestreckt; K. gross, schwarzgrün, mit langen, nach hinten fast gerade konvergierenden Schläfen ; Hsch. zylindrisch, metallischgrün, mehr weniger punktiert; Fld. orangerot, parallel, kaum breiter als der K., mit feinen Punktstreifen, am Ende mit schwarzblauer querer Makel; F. dunkel, die 3 — 4 Basalgld u. die B. gelb; die Knie im geringen umfange mit TrSpitzen dunkel. 6,5-7,5 mm. — T. 31, Fg. 2: Käfer etc. — (O. angustata F., puncticollis Mnnh.)
Die einzige deutsche Art lebt an grösseren stehenden Gewässern, die mit Rohrkolben bewachsen sind.

Od. melanura L.

24. Tribus: Dryptini.

Von den Odacanthini durch das sehr lange, schaftförmige 1. FGld. verschieden.
In Europa wird diese Abteilung durch 2 Gattungen vertreten.- Die eine, Drypta, hat das vorletzte TrGld. stark gelappt, einen an den Seiten fast ungerandeten Br. Sch. u. flach gewölbten Körper; die andere, Zuphium Latr., aus dem Mittelmeergebiete, hat einen abgeflachten Körper, gerandeteu Hsch. u. einfache TrGld.

75. Gattung: Drypta Latr.

Von den 2 europäischen Arten kommt eine auch in unserem Gebiete, die andere, distincta Rossi (gelb, mit schwarzer Längsbinde auf der Naht der Fld.) im Mittelmeergebiete vor.

1
Flach gewölbt, blau, oder grünlich blau, dicht punktiert u. kurz abstehend behaart; Mund, Ts., F. u. B. gelbrot; das 1. FGld. zur Spitze, das 2. u. 3. zum Teile angedunkelt; die Tr. schwärzlich. K. samt den Augen breiter als der Hsch., dieser länger als breit, vor der Basis leicht eingeschnürt; Fld. hinter der Mitte am breitesten. — (emarginata Oliv.) — T. 31, Fg. 3: Käfer etc.
— In Hessen.

dentata Rossi.

25. Tribus: Zuphiini.

Von den Lebiini durch den häutigen SpitzenR. der Fld. sehr ausgezeichnet. Von den Brachynini wo ebenfalls manchmal diese leicht konstatierbare Eigen- 199 schaft auftritt, durch die 6 Bauchsternite u. den Mangel eines haartragenden Porenpunktes in der Aussenfurche der Mandibeln abweichend. Von den letzteren ausserdem durch ganz abgeflachten, dicht punktierten Körper u. meist vor der Spitze der Fld. abgekürzte Epipleuren sich entfernend.
Gattungen:
1"
1. FGld. sehr lang, schaftförmig ; Epipleuren der Fld. nach hinten verkürzt; K. mit dem Hsch. durch einen sehr dünnen, stielartigen Hals verbunden; Seite ausserordentlich dicht u. fein punktuliert

Zuphium Latr.

1'
1. FQld. nicht auffallend verlängert, normal verdickt; K. mit normal breitem Halse; OSeite dicht u. stark punktiert.
2"
Die OL. vom Clypeus nicht verdeckt. Hsch. länger als breit; Epipleuren der Fld. verengt bis zur Spitze reichend Polystichus Bon.
2'
Die OL. wird von. dem vorgezogenen halbrunden Clypeus vollständig bedeckt; Hsch. quer, herzförmig; Epipleuren der Fld. vor der Spitze verkürzt.

Macrochilus Hope.

In unserer Fauna ist von diesen 3 Gattungen nur Polysticha vertreten.

76. Gattung: Polystichus Bonelli.

Durch Grösse, ganz behaarten Körper samt F. u. B., langes, etwas verdicktes Basalgld. der F., stark u. parallel abgeschnürten, stielförmigen Hals, dichte Punktur der OSeite, glatte Klauen von Cymindis u; den wenigen näher verwandten Gattungen verschieden.
In Europa nur durch 2 Arten vertreten, wovon eine auch bei uns vorkommt u. an salzhaltigen Gewässern sich vorfindet.
-
Dunkelbraun, überall fein bräunlichgelb, abstehend behaart. K. samt den Augen nicht ganz so breit als der Hsch. u. wie dieser dicht u. stark punktiert; Hsch. herzförmig, länger als breit, viel schmäler als die Fld., jederseits mit strichförmig vertieftem Basalgrübchen; Fld. parallel, fein gestreift, die flachen Zwischenräume dicht und fein punktiert, rot, alle Bänder u. die Zwischenräume an der Naht geschwärzt, F., Ts, u. B. rötlichbraun. 8 — 9 mm (P. vittatus Brullé, fasciolatus Fb.) — T. 31, Fg, 1.
Bayern, Thüringen, Magdeburg. Dass bei Strassburg die 2. Art: fasciolatusRossi, vorkomme, wie Schilsky angibt, beruht sicher auf der Verwechslung des Namensfasciolatus Fbr.

connexus Geoffr. Fourc.



26. Tribus: Brachynini.

Bombardierkäfer. Von allen Carabicinen mit abgestutzten Fld. durch die Zahl der Bauchsternite (hier 7, beim ♂ 8, sonst 6) u. den haartragenden Porenpunkt in der Aussenfurche der Mandibeln charakterisiert. Die Epipleuren erreichen ziemlich breit die Spitze der Fld.
Die Arten dieser Abteilung haben die Fähigkeit durch ein Sekret der Analdrüsen, welches sich an der Luft unter puffendem Geräusch zu einem bläulich weissen Gas verwandelt, zu bombardieren.
Diese Abteilung enthält in der paläarktischen Fauna wenige (4) Gattungen, davon aber ist eine (Brachynus) sehr reich an Arten u. über die ganze Erde verbreitet.
Gattungen:
1"
ApikalR. der Fld. ohne häutigen Saum, manchmal nach unten mit feinen, kurzen Haaren bewimpert.
2"
Fld. ohne stumpfe Schulterwinkel; der obere Endsporn der VSchn. steht in der Ausrandung derv Innenseite Aptinus Bon.
2'
Fld. mit stumpfen Schulterwinkeln; der obere Enddorn steht dicht vor der Ausrandung der VSchn 200

Pheropsophus Sei.

1'
ApikalR. der Fld. mit schmalem häutigem Saume; der obere Enddorn der VSchn. steht dicht vor der seitlichen Ausrandung.
3"
Scheibe des Hsch. ungekielt Brachynus Weber.
3'
Scheibe des Hsch. mit 2 Längskielen

Mastax Fischer.

In unserer Fauna sind nur die Gattung Aptinus u. Brachynus vertreten;, von den grösseren tropischen Pheropsophus gehören nur wenige zur Mittelmeerfauna; die Gattung Mastax kommt im Osten Europas vor,

77. Gattung: Aptinus Bon.

Von Brachynus durch die Stellung des oberen Spornes der VSchn. u. Mangel des Hautsaumes an der Spitze der Fld. verschieden.
Die wenigen Arten dieser Gattung leben in den Gebirgen von Mittel- und Süd-europa, unter Steinen. Bei uns ist bloss eine Art vertreten.
-
Schwarz; der Mund, F., Ts. u. B. gelbrot; K. samt den Augen fast so breit als der Hsch.; dieser so lang als breit, oder etwas länger, schwach herzförmig, flach, mit einzelnen Punkten besetzt; Fld. dicht gefurcht, die Zwischenräume rippenförmig, der Zwischenraum neben dem SR. doppelt breiter. 10-13 mm. — (A. mutilatus F., atratus Dej.) — T. 31, Fg. 7.
—In Bayern u. in den mährisch-schlesischen Beskiden, Sudeten.

bombarda Illig.


78. Gattung: Brachynus Weber.

Bombardierkäfer, ApikalR. der Fld, mit einem feinen Hautsaume. Scheibe des Hsch. ungekielt. Käfer metallisch blau oder grün, mit rotem K., Hsch., F., Ts. u. B.
Die ersten Stande sind noch zu erforschen.
Die Arten leben gesellschaftlich an sonnigen Plätzen unter Quisquilien u. Steinen.
1"
Fld. etwas glänzend, gewöhnlich ohne flache Längsfurche oder Längsstreifen, oder es sind nur hier und da Spuren von denselben vorhanden, die Punktur fein, aber sehr deutlich u. wenig dicht gestellt. Bauch bei der Stammform schwärzlich u. das 3. u. 4. Gld angedunkelt, seltener einfarbig gelb: a. strepens Fisch, — (Br. bombarda Dft.) — Kleinste Art 4-6,5 mm. — T. 31, Fg, 6.
— Deutschland, häufig.

explodens Dftsch.

Der vorigen Art in Form u. Grösse ähnlich; aber der Bauch ist wie die ganze Unterseite bräunlich gelb; die F. einfarbig gelbrot u, die Fld. haben vor der Mitte auf der Naht einen kleinen schmalen gelbroten Flecken, u. die Scheibe zeigt fast immer deutliche Spuren von flachen Längsstreifen. 5-7 mm. — (B. scutellaris Chd.) —
Im südlichen Mähren, selten.

sclopeta F.

1'
Fld. ganz matt u. überall sehr fein u. flach der Länge nach gefurcht oder gestreift, dazwischen die Punktur nur äusserst fein ausgeprägt u. oft schwer wahrnehmbar.
2"
Fld. am vorderen Drittel der Naht auf den Fld. mit roter Färbung; F. u. USeite einfarbig rostrot.
3"
Fld. undeutlich gestreift. Der gelbe Nahtfleck schmal, aber hinter der Basis breiter als an der Basis der Naht. Siehe Br. sclopeta F.
3'
Fld. matt u. durchaus deutlich längsstreifig; die gelbe Nahtfärbung reicht allmählich schmäler werdend etwa bis zur Mitte hinaus. Grössere Art. 8-10 mm. — (B. bombarda Latr.)
— Nach Schilsky in Westfalen, Thüringen u. im Allergrebiet, sonst im südlichen Teile von Mitteleuropa.

plagiatus Reiche.

2'
Fld. einfarbig, grün oder blau.
4"
F. u. USeite des Körpers einfarbig bräunlich gelb. 7-8,5 mm. — (B. elegans Chd.) — T. 31, Fg. 5.
— Im südHohen Teile Mährens, selten

psophia Serv.

*)Br. immaculicornis Dej., den Schilsky ebenfalls aus Mähren aufzählt, beruht wohl auf einer Verwechslung mit dem echten psophia die erstere Art kommt nur im westlichen Mittelmeergebiete vor.201
4'
Das 3. u. 4. FGld angedunkelt, selten sind dir F. einfarbig geldrot. v. strepitans Dft.; HBr. n. Bauch schwärzlich. Unsere grösste Art 6,5-10 mm. — (Br. obscurus Heer., virescens Letzn.) — T. 31, Fg. 4.
— In ganz Deutschland, gemein. Br. nigripenne Letzn. ist Nigrino dieser Art, mit schwärzlichen Fld.

crepitans L.

III. Familie Haliplidae.

Sie bildet einen Teil der Wasserkäfer. Ihre Vertreter sind klein, kahnartig gebaut, oben meistens grob punktiert, die F. kahl; von den nachfolgenden Dytisciden durch die grossen HHü.-Platten verschieden. Die letzteren sind gross u. nach hinten verlängert, in der Mitte gerade zusammenstossend, an den Seiten bis zur Basis der Epipleuren der Fld. reichend. Sie verdecken die 3 ersten, in der Mitte verwachsenen Sternite vollbtändig, meist auch noch das 4. u. 5. Ein Sch. ist niemals sichtbar; der Hsch. ist in der Mitte der Basis spitzig nach hinten gezogen.
Die Larven der Haliplidae sind sehr charakteristisch. Ihr K. ist geneigt, jederseits mit 6 Ocellen. OKf. breit, von einem hinter der Spitze mündenden Saugkanal durchsetzt. Hlb. aus 9 oder 10 Segmenten gebildet, mit 8 seitlichen Stigmenpaaren, oder mit dorsalen Tracheenborsten oder stachelartigen dorsalen u. lateralen Verlängerungen; diese nicht zum Schwimmen gebaut. Hü. einander genähert, die Tr. nur mit einer Klaue.
Die Arten leben räuberisch in stehenden u. langsam fliessenden Gewä!sern unter Konferven, Moos u. andern Wasserpflanzen u. schwimmen unter abwechselnder Bewegung der HB.
Die Haliplidae bestehen aus nur 3 Gattungen, welche über die ganze Erdß verbreitet sind.

1"
Hsch. klein, viereckig, vor der Mitte am breitesten; Fld. wenigstens mit einer hohen Rippe am 3. Zwischenräume der Punktstreifen. Brychius Thoms.
1'
Hsch. trapezförmig, an der Basis am breitesten, von da zur Spitze verengt; Fld ohne Rippen.
2"
Fld. ohne strichförmig vertieften, unpunktierten Nahtstreifen. Haliplus Latr.
2'
Fld. auf der hinteren Hälfte mit einem der Naht stark genäherten, strichförmigen, impunktierten Nahtstreifen. Körper stark gewölbt u. sehr grob punktiert Cnemidotus Illig.

1. Gattung: Brychius Thoms.

Von den 2 nachfolgenden Gattungen durch Form u. Skulptur zu unterscheiden. Der Hsch. ist quer viereckig, vor der Mitte am breitesten oder parallel, die Basalstriche sind hier nach vorne bis gegen den VB. verlängert u. die lang eiförmigen Fld. haben bei unserer Art wenigstens einen, hinten verkürzten hohen Längskiel am 3. Zwischenräume ihrer Streifen. Fld. ohne unpunktierten Suturalstreif.
Bei uns ist nur eine, in langsam fliessenden Bächen lebende Art vorhanden, die aber über ganz Deutschland verbreitet ist.

-
Blassgelb, K. u. Hsch. dicht u. fein punktiert, ersterer schmäler als der letztere; Fld. lang eiförmig, breiter als der Hsch., mit geschwärztön Punktstreifen, der 3. Zwischenraum mit einem Längskiele, der 5. u. 7. verbinden sich dicht vor der Mitte zu einem gemeinschaftlichen Zwischenräume. B. dünn; Tr. lang. 4 mm. — T. 32, Fg. 1.
— Nord- u. Mitteleuropa.

elevatus Panz.

202

2. Gattung: Haliplus Latr.

Hoplitus Clairville.
Hsch. trapezförmig, nach vorne verengt, an der Basis am breitesten, mit oder ohne kurzem Basalstrichel; *) Fld. eiförmig, mit Punktstreifen , aber ohne unpunktierten, der Naht sehr genäherten Suturalstreif auf der hinteren Hälfte; Körper elliptisch, kahnförmig gebaut; die Naht der Fld. ist hinten gewöbnlich zugespitzt. Bei den ♂ sind die VTr. schwach erweitert.
Die Larve von Haliplus fulvus ist (nach Schiödte) auf T. 32, Fg. 4a sehr anschaulich abgebildet. Die ziemlich artenreiche Gattung ist bei uns sehr reichlich vertreten.
Die Arten leben unter Wasserpflanzen in reinem stehenden oder langsam fliessenden Wasser.
Uebersicht: Arten.
(Körper blassgelb oder rostrot mit schwarzen Zeichnungen.)
1"
OSeite wenig glänzend, matt, überall am Grunde äusserst fein punktiert; Fld. mit feinen Punktstreifen.
2"
Der gelbe Hsch. am V.- u. HR. mit einem gut abgegrenzten schwarzen Querbande, mit oder ohne Basalstricheln; VBr. zwischen den Hü. nicht gerandet, dicht punktiert; Fld. mit hie u. da zusammenfliessenden schwarzen Längsstreifen, die Artikulation der Knie dunkel. 3 mm. — (H. pictus Mnnh., maritimus Fairm.)
— In Preussen, Thüringen, Schlesien, im Allergebiet, überall selten.

varius Nicol.

2'
Der gelbe Hsch. an der Basis u. Spitze ohne deutliche, scharf begrenzte dunkle Querbinde, Artikulation der Knie wie der Körper gelb; Fld. mit schwarzen Längsstreifen, die oft unterbrochen sind u. Schrägflecken formieren.
3"
Hsch. ohne Basalstrichelchen; Fld. mit zahlreich unterbrochenen Längsstreifen; VBr. ungeraudet, stark punktiert. 3,5 mm. — (H. obliquus Aub.) — T. 32, Fg. 10.
— In Deutschland überall nachgewiesen

amoenus Oliv.

3'
Hsch. jederseits mit einem deutlichen schrägen Basalstrichel; Fld. auf den inneren Zwischenräumen meist mit nicht unterbrochenen, schwarzen Längsstreifen; VBr. zwischen den Hü. fein punktiert u. die Seiten fein strichförmig gerandet. 3,5 mm. — (H. lineatus Aub.) — T. 32, Fg. 11.
— In ganz Deutschland, aber etwas seltener als der vorige

confinis Steph.

1'
OSeite glänzend, am Grunde meistens glatt, selten etwas punktuliert; Fld. mit starken Punktreihen, die Zwischenräume mit einzelnen feinen Punkten besetzt, die Epipleuren mit gereihten, groben Punkten besetzt.
4"
Hsch. an der Basis ohne Längsstrichelchen.
5"
K. gross, viel breiter als die halbe Basis des Hsch., Seiten des Hsch. leicht gerundet; OSeite grob punktiert, einfarbig rostrot. 4-4,3 mm. — {H. badius Aubë, parallelus Babingt.) — T. 32, Fg. 2.
— In Illyrien, Frankreich u. angeblich auch im Harz

mucronatus Steph.

5'
K. klein, etwas schmäler als die halbe Basis des Hsch.
6"
Hsch. am VR. in der Mitte gerundet vorgezogen, an den Seiten neben den wenig vortretenden VWinkeln ausgebuchtet.
7"
Grösser, rostrot; Fld. mit kurzen, länglichen Flecken, selten ohne solche, die Naht ist bei normalen Stücken wenigstens teilweise geschwärzt, u. die Flecken der Scheibe sind von der dunklen Naht durch einen schmalen gelben Längsstreif gesondert. 4-4,5 mm. — (H. ferrugineus Gyll., inter- 203 punctatus Mrsh.) — T. 32, Fg. 4: a Larve, b u. c Käfer, d— h K., F. u. Mundteile.
— Deutschland, nicht selten

fulvus F.

7'
Etwas kleiner, rotgelb; Fld. mit kurzen, hie u. da fast queren dunklen Flecken, letztere stehen immer an der dunklen Naht mit dieser in Zusammenhang u. bilden auf der Mitte eine gemeinschaftliche Zeichnung. 3-3,5 mm. — (H. marginepunctatus Steph., subnubilus Babingt.) — T. 32, Fg. 3.
— Deutschland, häufig

variegatus Stim.

6'
Hsch. in der Mitte des VR, gerade abgestutzt, die VWinkel lang u. spitzig vorragend.
8"
Die basale Punktquerreihe des Hsch. ist doppelt gröber als die Punktur am VR.; Seiten des Hsch. ganz gerade; die Punkte an der Basis der Fld. nicht gröber als jene der Punktreihen; Fld. ungefleckt; rostgelb. 3,5-4 mm. — (H. impressus F.) —T. 32, Fg. 5.
— In ganz Deutschland häufig.

flavicollis Strm.

8'
Die basale Punktquerreihe des Hsch. ist kaum stärker als die Punktur am VR.; Seiten des Hsch. etwas gerundet; die dorsalen Punktreihen an der Basis der Fld. mit einem grösseren, grübchenartigen Punkte; blassgelb, Fld. mit schmalen, meist unterbrochenen, schwärzlichen Längslinien, sehr selten ist der grösste Teil des Käfers schwarz : a. ater Redtb. 3,5 mm. — {H. cinereus Aubé.) — T. 32, Fg. 6.
— In ganz Deutschland, aber im allgemeinen selten

laminatus Schall.

4'
Hsch. jederseits an der Basis mit einem eingeritzten Längsstrichelchen.
9"
Die Basalstrichelchen sind kurz, gerade u. sind mit dem SR. parallel; sie erreichen selten die Mitte des Hsch.
10"
Die feine Punktreihe dicht neben der Naht der Fld. ist genau so stark als die angrenzenden, ziemlich feinen Hauptreihen. Rostrot oder braunrot; F., Hsch. u. B. gelb, die Fld. mit einigen schwärzlichen Querflecken u. dunkler Naht; die Zeichnungen wie bei variegatus. Bei var. furcatus Seidl. bilden die stärkeren RPunkte des Prosternalfortsatzes eine R Furche, welche nach vorne konvergiert. 2,3-2,6 mm. —
In ganz Deutschland, aber nicht immer gut erkannt. Bei Köslin in Pommern häufig

fulvicollis Er.

10'
Die sehr feine Punktreihe dicht neben der Naht der Fld. ist noch nicht halb so stark als die Hauptreihen der Scheibe.
11"
Körper sehr kurz u. breit gebaut; Hsch. sehr breit, 2½ so breit als lang; Fld. hinter den Schultern am breitesten, dann zur Spitze stark u. plötzlich keilförmig verengt. Scheibe der Fld. mit schwärzlichen Flecken, welche nicht auf die Streifen beschränkt sind. *)Man hat in letzterer Zelt zahlreiche Arten auf Grund einer gefurchten u. andererseits einer flachen VBr. abgezweigt. Ich habe mich bei einigen Arten überzeugt, dass dieses Merkmal oft versagt. Bei H. holsaticua Scriba hat das ♀ eine gefurchte, das ♂ eine ebene VBr. Die Veränderlichkeit dieser Furche bei mehreren Arten hat auch Dr. Seidlitz in seiner Tabelle dieser Arten zum Ausdrucke gebracht u. Ganglbauer hat sie ebenfalls nicht als spezifisches Merkmal anerkannt.
12"
Hsch. vor der Basis zwischen den Basalstrichelchen ohne deutlichen Quereindruck; Fld. nur mit mässig starken Punktstreifen, diese an der Basis nicht mit einem grösseren Grübchenpunkte markiert. 2-2,5 mm. — (H. marginepunctatus Panz., impressus Clairv., melanocephalus Steph., affinis Steph., brevis Steph., immaculicollis Herr., americanus Aubé.) — T. 32, Fg. 7.
— Ueber die ganze paläarktische Region verbreitet u, gemein.

ruficollis Degeer.

12'
Hsch. vor der Basis zwischen den Basalstrichelchen mit einer deutlichen Querimpression; Fld. mit groben Punktstreifen, der 1. Punkt derselben an der Basis stärker grübchenförmig.204
13"
Basalstrichelchen des Hsch, gerade; Körper grösser; die Furche am Prosternum ist tief u, glatt; Fld. des ♀ auch hinten glänzend, 2,5 mm.
— Im Harz, Preussen, sehr Selten

v. multipunctatus Wehnke.

13'
Basalstrichelchen des Hsch. etwas gekrümmt; Körper kleiner; VBr. in der Regel nur in der Mitte gefurcht. 2,2 mm.
— Preussen, Nassau. Thüringen, Harz; in Mähren u. Schlesien häufig

v. Heydeni Wehncke.

11'
Körper länglich oval; die Fld. hipter den Schultern am breitesten, aber von da nach hinten nicht so plötzlich, sondern gerundet verengt; Fld. mit schwarzen Streifen auf den Punktreihen, diese manchmal unterbrochen, sehr selten etwas verbreitert u. ineinander verflossen, niemals mit ausgesprochenen Quermakeln; VBr. meistens flach.
14"
Körper rostgelb oder rostrot.
15"
Fld. des ♂ glänzend, am Grunde glatt, beim ♀ auf der hinteren Hälfte äusserst fein chagriniert, daher weniger glänzend.
16"
Prosternalfortsatz zwischen den VHü. flach.
17"
Die schwarzen Punktreihen der Fld. mit schwärzlichen Linien, diese mehrfach unterbrochen oder verkürzt. 2 — 3 mm. — (H. lineolatus Mnnh.) — T. 32, Fg. 8.
— In ganz Deutschland, nicht sehr häufig.

fluviatilis Aubé.

17'
Die Punktreihen der Fld. mit schwarzen Längslinien, diese vollständig, nicht deutlich unterbrochen. 2 — 3 mm.
— Preussen, Pommern, Schlesien, Mähren, nicht selten

a. striatus Sharp.

16'
Prosternalfortsatz zwischen den VHü. flach gerinnt, indem die R. etwas aufgeworfen erscheinen. Hsch. zwischen den Basalstrichelchen mit deutlichem, in der Mitte allmählich unterbrochenen, neben den Strichelchen dichter punktierten Quereindruck. 2,5-3 mm. — (H. borealis Gerh.)
— Nach Schilsky auch in Deutschland

v. Wehnckei Gerh.

15'
Fld. beim ♂ u. ♀ glänzend, am Grunde nicht chagriniert; die Punktreihen mit schwarzen, vollständigen Längslinien, der VBr.-Fortsatz gefurcht. 3 mm,
— Deutschland; bei Liegnitz zahlreich gesammelt

immaculatus Gerh.

14'
Körper tief schwarz, g änzend, K. rotbraun, Mund, F. u. B. rostrot. Streifen der Fld. ziemlich fein punktiert, beim ♀ die letzteren am Grunde fein punktuliert, VBr. beim ♀ gefurcht, beim ♂ flach. 3 mm.
— Elsass

holsaticus Scriba.

9'
Die Basalstrichelchen des Hsch. sind lang, gebogen, oben nach innen gewendet, mit dem SR. divergierend, dazwischen vor der Basis quer niedergedrückt; Fld. mit schwarzen Punktreihen, die mittleren Reihen an der Basis durch ein stärkeres halbrundes Punktgrübchen abgeschlossen, die Scheibe nicht oder undeutlich gefleckt, oft eine gemeinschaftliche, schwach angedunkelte Makel in der Mitte der Naht. 2-3 mm. — (H. bistriolatus Dft., trimaculatus Drap., transversalis Gautier.) — T. 32, Fg. 9.
In ganz Europa; im Süden häufig, in Deutschland selten

lineatocollis Mrsh.

3. Gattung: Cnemidotus Illig.

Der Gattung Haliplus äusserst ähnlich, aber durch stark buckelig gewölbte Körperform, sehr grobe Punktur, einen feinen, unpunktierten Streifen dicht neben der Naht auf der hinteren Hälfte der Fld., längere Endgld. der Ts. etc. verschieden.
Sie leben ganz ähnlich wie die Arten der vorigen Gattung. Bei uns ist nur nachfoltrende von den 3 europäischen Arten vertreten.
1
Kurz oval, gewölbt, schmutzig rotgelb; die Punkte, dann einige unbestimmte Flecken auf den Fld., darunter eine zentrale Makel auf der Mitte der Naht schwärzlich; K. klein, die St. schmäler als ein Auge; Hsch. quer, nach vorne stark konisch u. gerade verengt, vor der Basis mit einer gebuchteten 205 Querreihe grober Punkte; Fld. um die Hälfte länger als breit, die groben, hinten feiner werdenden Punktreihen dicht gestellt, an der Basis mit einer Querreihe grübchenartiger Punkte. 3,5-4 mm. — (C. impressus Panz., quadrimuculatus Drap.) — T. 32, Fg. 12,
— Nach Schilsky in ganz Deutschland einheimisch

caesus Dft.

 

Cn. rotundatus Aubé, der schon in Südtirol vorkommt, unterscheidet sich durch viel kürzere, fast rundliche Körperform; die Fld. sind kaum länger als zusammen breit. — T. 32, Fg. 13.

IV. Familie Hygrobiidae.

Von den Halipliden durch die nicht plattenförmig erweiterten HHü., 11-gliederige F. u. deutliches Sch., von den Dytisciden durch den Bau der HBr. u. vorgestreckten K. abweichend. HBr. von den HHü. durch eine gerade, horizontale Linie geschieden, während sie bei den Dytisciden einen schrägen Fl. bildet, der sich in der Mitte des HB,, spitzig einschiebt. Die Br. ist auffällig hoch gewölbt.
Bei den Larven, die gewisse Aehnlichkeit mit jenen der echten Dytisciden aufweisen, ist der Hlb. nur aus 8 Segmenten gebildet; der K. u. der 1. Thorakalring sind gross, das letzte Segment besitzt 3 sehr lange Anhänge, davon sind die seitlichen als Cerci aufzufassen; die Tr. haben 2 Klauen.
Hierher nur die

Gattung: Hygrobia Latr.

{Pelobius Erichs., Hydrachna Gemm.)
Die Larve der einzigen in Europa u. auch bei uns vorkommenden Art wird auf T. 32, Fg. 14 (nach Schiödte) abgebildet, Sie lebt in schlammigen Pfützen u. Teichen u. schwimmt sehr rasch unter abwechselnder Bewegung der HB.
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Rostrot oder braungelb; die F., Ts. u. B. heller, ein Flecken am Innen-R. der Augen, der V.- u. HR. des Hsch., ein grosser, gemeinschaftlicher, vorn u. an den Seiten ausgezackter, den grössten Teil der Scheibe einnehmender Flecken auf den Fld., die HBr. u. die Spitze des Hlb. schwarz; K. etwas kleiner als der Hsch; dieser klein, stark quer, nach vorne gerade verengt, fein, die breit ovalen Fld. dicht u. stark irregulär punktiert, dazwischen mit Spuren von Längstreifen; Schildchen sichtbar. 8,5—10 mm. — (H. Hirmanni Oliv.) — T. 32, Fg. 14: a Larve, b Puppe, c Käfer, d K., e F., f — i Mundteile, k VB. des ♂.
— In Deutschland, selten.

tarda Hrbst.

Version : 25.03.2021